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Vermessung · Messprotokoll

Qualitätsprüfung für jedes Frästeil.

Jedes Teil wird vermessen, bevor es freigegeben wird – direkt in der Maschine, solange es noch gespannt ist. Auf Wunsch erhalten Sie die Ergebnisse als Messprotokoll für Ihre Wareneingangsprüfung.

100 % Vermessung vor Freigabe · Toleranzen bis ±0,01 mm · Messprotokoll auf Wunsch

Vermessung als fester Teil der Fertigung

Bei vielen Fertigern ist die Prüfung ein nachgelagerter Schritt: Teile werden gefräst, abgelegt und später kontrolliert. Fällt dann eine Abweichung auf, ist das Teil bereits ausgespannt – eine Korrektur bedeutet neues Ausrichten oder Ausschuss.

Wir gehen einen anderen Weg. Jedes Teil wird in der Maschine vermessen, bevor es freigegeben wird. Ein Messtaster fährt die relevanten Merkmale an, während das Werkstück noch in derselben Aufspannung sitzt, in der es gefertigt wurde. Abweichungen werden sofort erkannt und können häufig direkt korrigiert werden.

Was die Messung in der Maschine bringt

  • Fehler erkennen, bevor sie teuer werden: Abweichungen fallen auf, solange eine Korrektur noch möglich ist – nicht erst bei Ihnen im Wareneingang.
  • Gleicher Bezug für Fertigung und Prüfung: Gemessen wird im selben Koordinatensystem, in dem gefräst wurde. Umspannfehler zwischen Fertigung und Messung entfallen.
  • Prozesssicherheit in der Serie: Werkzeugverschleiß und thermische Einflüsse zeigen sich früh in den Messwerten und lassen sich ausgleichen, bevor ein Maß aus der Toleranz läuft.
  • Kein Teil ungeprüft: Statt Stichproben wird jedes einzelne Teil vor der Freigabe vermessen.

Welche Merkmale wir prüfen

Welche Merkmale gemessen werden, richtet sich nach Ihrer Zeichnung. Typische Prüfmerkmale sind:

  • Längen-, Breiten- und Höhenmaße sowie Abstände
  • Bohrungsdurchmesser, Passungen und Positionen von Bohrbildern
  • Lage von Taschen, Nuten und Absätzen zueinander
  • Form- und Lagetoleranzen wie Ebenheit, Parallelität oder Rechtwinkligkeit, soweit sie in der Maschine messbar sind

Gewinde prüfen wir mit Lehren, Oberflächen nach Zeichnungsvorgabe. Sind Merkmale gefordert, die eine besondere Messtechnik erfordern, sprechen wir das bereits bei der Angebotserstellung an.

Was ein Messprotokoll enthält

Auf Wunsch dokumentieren wir die Messergebnisse in einem Messprotokoll. Es ist so aufgebaut, dass Sie es direkt für Ihre Wareneingangsprüfung oder Ihre Qualitätsdokumentation verwenden können:

Inhalte eines Messprotokolls
KopfdatenTeilebezeichnung, Zeichnungsnummer, Revisionsstand, Auftrag, Werkstoff, Datum
PrüfmerkmaleNummerierte Merkmale entsprechend der Zeichnung
Soll & ToleranzNennmaß mit oberer und unterer Grenzabweichung
IstwertGemessener Wert und Abweichung vom Nennmaß
BewertungStatus je Merkmal (i. O. / n. i. O.) und Gesamtfreigabe

Tipp: Prüfmerkmale in der Zeichnung kennzeichnen

Nummerieren Sie die für Sie wichtigen Merkmale direkt in der Zeichnung. So ist eindeutig, was dokumentiert werden soll, und das Protokoll lässt sich eins zu eins mit Ihrer Zeichnung abgleichen.

Warum dokumentierte Qualität Ihnen Zeit spart

Ein Messprotokoll ist mehr als ein Stück Papier. Es verlagert einen Teil Ihrer Wareneingangsprüfung zu uns und gibt Ihnen die Sicherheit, dass die geforderten Merkmale tatsächlich geprüft wurden. Gerade bei funktionskritischen Teilen, bei Komponenten für regulierte Branchen wie die Pharmaindustrie oder bei Teilen, die direkt in die Montage gehen, ist das ein echter Vorteil:

  • Teile können ohne erneute Vollprüfung direkt weiterverarbeitet werden.
  • Die Messwerte stehen für Ihre Rückverfolgbarkeit und Qualitätsdokumentation zur Verfügung.
  • Bei Wiederholaufträgen lassen sich die Ergebnisse verschiedener Lose vergleichen.
  • Im Reklamationsfall liegt eine belastbare Datengrundlage vor.

Toleranzen bis ±0,01 mm sicher einhalten

Toleranzen im Hundertstelbereich verlangen mehr als eine genaue Maschine. Temperatur, Werkzeugverschleiß, Spannkräfte und die Eigenspannungen im Werkstoff beeinflussen das Ergebnis. Durch die Messung in der Maschine sehen wir diese Einflüsse unmittelbar und können gegensteuern – etwa durch einen Korrekturschnitt oder angepasste Werkzeugkorrekturen. So erreichen wir Toleranzen bis ±0,01 mm zuverlässig und reproduzierbar, nicht nur beim ersten Teil, sondern über das gesamte Los.

Präzision beginnt vor der Messung

Messen allein macht kein gutes Teil. Die Grundlage schaffen eine fertigungsgerechte Konstruktion, ein durchdachtes Spannkonzept und die Komplettbearbeitung in einer Aufspannung. Die Vermessung ist der letzte Baustein, der sicherstellt, dass nur Teile unser Haus verlassen, die Ihren Vorgaben entsprechen.

Prüfablauf

Vom Prüfplan zur Freigabe.

  1. Schritt01
    Prüfplanung

    Merkmale festlegen

    Anhand der Zeichnung legen wir fest, welche Maße und Toleranzen geprüft werden – besonders die funktionskritischen und die von Ihnen gekennzeichneten Merkmale.

    // Prüfmerkmale 1–n
    aus Zeichnung übernommen

  2. Schritt02
    Messen

    Vermessung in der Maschine

    Nach der Bearbeitung tastet der Messtaster die Merkmale in derselben Aufspannung ab. Abweichungen werden erkannt, solange das Teil noch korrigiert werden kann.

    // Soll/Ist-Vergleich
    Abweichung innerhalb Toleranz

  3. Schritt03
    Dokumentation

    Freigabe & Protokoll

    Erst nach bestandener Prüfung wird das Teil freigegeben. Auf Wunsch erhalten Sie die Ergebnisse als Messprotokoll zusammen mit der Lieferung.

    // Messprotokoll erstellt
    Status: i.O.

Häufige Fragen

Fragen zu Prüfung & Messprotokoll.

Wird wirklich jedes Teil vermessen oder nur eine Stichprobe?

Jedes Teil. Vor der Freigabe wird jedes gefertigte Teil in der Maschine vermessen – auch in einer Kleinserie. Welche Merkmale gemessen werden, legen wir anhand der Zeichnung und der funktionskritischen Maße fest.

Was kostet ein Messprotokoll?

Die Vermessung vor der Freigabe ist Bestandteil jedes Auftrags. Ob für ein ausführliches Messprotokoll zusätzlicher Aufwand entsteht, hängt vom Umfang der zu dokumentierenden Merkmale ab. Geben Sie den Wunsch bereits bei der Anfrage an, dann ist er im Angebot berücksichtigt.

Kann ich festlegen, welche Maße im Protokoll stehen?

Ja. Am einfachsten markieren Sie die gewünschten Prüfmerkmale in der Zeichnung, zum Beispiel durch nummerierte Prüfmerkmale (Ballooning). Ohne Vorgabe dokumentieren wir die tolerierten, funktionsrelevanten Maße.

Was passiert, wenn bei der Messung eine Abweichung auffällt?

Weil wir in der Maschine messen, ist das Teil zu diesem Zeitpunkt noch gespannt. Eine Abweichung kann deshalb häufig direkt korrigiert werden. Teile, die die Vorgaben nicht erfüllen, verlassen unser Haus nicht.

Anfrage

Geprüfte Qualität, schwarz auf weiß.

Senden Sie uns Ihre Zeichnung und geben Sie an, ob Sie ein Messprotokoll wünschen – wir melden uns in der Regel innerhalb von 48 Stunden.

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