Bauteile für den Dauerbetrieb
Förderanlagen bewegen Tag für Tag Werkstücke, Behälter, Verpackungen oder Schüttgut. Jedes Bauteil im Materialfluss ist dabei Reibung, Stößen und wechselnden Lasten ausgesetzt. Fällt eine Führung aus oder läuft eine Umlenkung unrund, steht im schlimmsten Fall die gesamte Linie.
Deshalb kommt es in der Fördertechnik auf zwei Dinge an: die richtige Werkstoffwahl für den jeweiligen Verschleißfall und eine Fertigung, die Maße und Laufflächen exakt einhält – beim ersten Teil ebenso wie bei der Nachlieferung Jahre später.
Typische Frästeile für Förderanlagen
- Führungen und Gleitleisten für Ketten, Gurte und Fördergut
- Rollen und Laufrollenhalter mit präzisen Lagersitzen
- Umlenkungen und Kurvenstücke mit sauberen Übergängen
- Weichen, Stopper und Vereinzeler für die Steuerung des Materialflusses
- Halter, Konsolen und Anbauteile für Sensoren, Antriebe und Abdeckungen
- Werkstückträger und Aufnahmen, angepasst an Ihr Fördergut
Werkstoffe gegen Verschleiß
Die Lebensdauer eines Förderteils hängt maßgeblich vom Werkstoff ab. Wir wählen ihn gemeinsam mit Ihnen nach Belastung, Geschwindigkeit, Umgebung und Fördergut aus:
Technische Kunststoffe
Gleitfähige Kunststoffe sind die erste Wahl für Führungen, Gleitleisten und Kurven. Sie laufen reibungsarm und leise, schonen das Fördergut und benötigen oft keine zusätzliche Schmierung.
Aluminium
Leicht und gut zerspanbar – ideal für Halter, Rahmenteile, Werkstückträger und bewegte Komponenten, bei denen Masse eine Rolle spielt.
Edelstahl
Für korrosive Umgebungen, Nassbereiche oder Anlagen in der Lebensmittel- und Pharmaproduktion, in denen Hygiene und Beständigkeit gefragt sind.
| Werkstoffe | Technische Kunststoffe, Aluminium, Edelstahl, Sonderwerkstoffe |
|---|---|
| Typische Teile | Führungen, Rollen, Umlenkungen, Halter, Verschleißteile |
| Toleranzen | bis ±0,01 mm |
| Losgrößen | Einzelteil, Ersatzteil, Kleinserie, Nachlieferung |
| Prüfung | 100 % Vermessung vor Freigabe, Messprotokoll auf Wunsch |
Präzision, die man im Lauf merkt
Bei Umlenkungen und Kurvenstücken entscheiden saubere Übergänge über ruhigen Lauf und geringen Verschleiß. Solche Freiformkonturen fertigen wir in der 5-Achs-Simultanbearbeitung in einem Zug – ohne Absätze, an denen Ketten oder Fördergut anschlagen. Lagersitze und Bohrbilder werden vor der Freigabe vermessen, damit Rollen und Wellen spielfrei und fluchtend sitzen.
Verschleiß verstehen, Standzeiten verlängern
Ein Verschleißteil, das ausgetauscht werden muss, erzählt viel über die Bedingungen in Ihrer Anlage. Einseitig abgetragene Führungen deuten auf Fluchtungsfehler hin, ausgewaschene Kurven auf zu scharfe Übergänge, verfärbte Kunststoffe auf Reibungswärme. Bevor wir ein Teil nachfertigen, sehen wir uns deshalb das Verschleißbild an. Oft lässt sich die Standzeit mit einfachen Maßnahmen verlängern:
- Wechsel auf einen gleitfähigeren oder verschleißfesteren Werkstoff
- Größere Einlaufradien und weichere Übergänge an Umlenkungen
- Zusätzliche Verschleißreserve an stark beanspruchten Flächen
- Teilung langer Führungen in austauschbare Segmente, damit nur der verschlissene Abschnitt ersetzt werden muss
Solche Anpassungen setzen wir nur nach Rücksprache mit Ihnen um. Die Funktion in Ihrer Anlage hat Vorrang.
Ersatzteile schnell verfügbar
Steht ein Förderer still, steht oft die gesamte Produktion. Weil wir Programme und Prüfmerkmale dokumentieren, können wir bekannte Teile bei Bedarf zügig nachfertigen. In dringenden Fällen rufen Sie uns am besten direkt unter 0791 94664784 an.
Vom Einzelteil zur einbaufertigen Einheit
Neben Einzelteilen liefern wir auf Wunsch komplette Baugruppen wie Umlenkstationen, Führungseinheiten oder Stopper-Module. Konstruktion, Fertigung und Montage liegen bei uns in einer Hand – Details dazu finden Sie unter Sondermaschinenbau & Modulmontage.